Service / Wissen Themenübersicht:


Mindestlohn

Was Sie darüber wissen sollten, lesen Sie hier.


Link-Tips

Werthaltige Informationen, Tipps, Tools und Kaufempfehlungen von uns zusammengestellt und gepflegt.


Reisekosten

Pauschalen, tatsächliche Kosten und Hilfe bei der Abrechnung haben wir für Sie zusammengestellt.


Rechnungen richtig ausstellen

Lesen Sie nach, welche Mindestanforderungen an Ihre Rechnungen gestellt werden.
Und neu, wertvolle Design-Tipps.


Organisation der Buchhaltung

Erleichtern Sie sich und ggf. auch uns die Arbeit mit ein paar einfachen Regeln.


Kassenführung bei Bareinnahmen

Ein kniffliges Thema. Hier liegt sehr vieles noch im Argen. Erfahren Sie mehr über den Umgang mit Kassenbuch, Zählprotokoll und benutzen Sie auch unsere Arbeitshilfen dazu.


Kalender A2

Unseren praktischen Wandkalender im A2-Format können Sie sich hier downloaden.

PKW im Betrieb

Immer wieder ein Thema: Der betrieblich genutze PKW. Lesen Sie mehr darüber.


Steuerfreie Arbeitgeberleistungen

Mehr Netto vom Brutto durch Ausnutzen der gesetzlichen Möglichkeiten. Wieviele es gibt, lesen Sie hier von A-Z.


Pauschbeträge Sachentnahmen

Das BMF hat mit Schreiben vom 16.12.2015 die für das Jahr 2016 geltenden Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) bekannt gegeben. Weiterlesen...



Organisation der Buchhaltung

Um Ihnen und uns die Arbeit zu erleichtern, ist eine gute Organisation sehr hilfreich.

Wenn Sie uns die Belege in einem Schuhkarton einreichen, kommen wir damit natürlich auch zurecht. Aber die Kosten werden steigen und die Effizienz wird sinken.
Denn erst wenn die Belege sortiert werden, lässt sich die Richtigkeit und Vollständigkeit feststellen. Neben dem höheren Zeitaufwand für das Sortieren werden i.d.R. auch Rückfragen wegen fehlender Belege / Informationen nötig.

Infoblatt: Belege richtig sortieren [56 KB]

Betrieblich genutze PKW

Immer wieder ein Thema: Der betrieblich genutze PKW.
Wenn ein PKW über 50% betrieblich genutzt wird, kommen grundsätzlich zwei Methoden zur Ermittlung des privaten Eigenverbrauches in Betracht.

1. Der private Anteil wird mit einem Fahrtenbuch ermittelt.
Dann ergeben sich folgende Aufzeichnungspflichten im Fahrtenbuch:
Das Fahrtenbuch muss fortlaufend zeitnah in geschlossener (gebundener oder elektronisch gleichwertig manipulationssicherer) Form geführt werden. Die Anlage einer Excel-Datei reicht nicht, weil die Einträge nachträglich verändert werden können. Für dienstliche Fahrten sind mindestens die folgenden Angaben notwendig:
a) Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Auswärtstätigkeit (Geschäftsreise, Einsatzwechseltätigkeit, Fahrtätigkeit),
b) Reiseziel und Reiseroute
c) Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner
Für Privatfahrten genügen jeweils Kilometerangaben; für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte genügt jeweils ein kurzer Vermerk im Fahrtenbuch.
Beispielrechnung: Fahrtenbuchmethode beim Unternehmer [13 KB]

2. Pauschale Ermittlung des Privatverbrauches mit der 1%-Regel:
1 % des inländischen Bruttolistenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zzgl. der Kosten für Sonderausstattung je Kalendermonat
Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zusätzlich: 0,03 % des Bruttolistenpreises (s.o.) x Entfernungskilometer abzüglich 0,30 Euro x Entfernungskilometer
Doppelte Haushaltsführung zusätzlich: 0,002 % des Bruttolistenpreises x Entfernungskilometer abzüglich 0,30 Euro x Entfernungskilometer
Beispielrechnung: 1% Regel beim Unternehmer [29 KB]
Beispielrechnung: 1% Regel beim Arbeitnehmer [33 KB]

Wird ein PKW über 10%, jedoch weniger als 50% betrieblich genutzt, kann der PKW zum Betriebsvermögen gehören (sogenanntes gewillkürtes Betriebsvermögen).
In diesem Falle kommt der Teilwertansatz zur Anwendung.
Beispielrechnung: Teilwertansatz beim Unternehmer [14 KB]

Wird ein PKW weniger als 10% betrieblich genutzt, so gehört er nicht zum Betriebsvermögen.

Reisekosten

Für die steuerliche Berücksichtigung der Reisekosten sind bis 2007 Dienstreise/Geschäftsreise, Fahrtätigkeit und Einsatzwechseltätigkeit zu unterscheiden. Ab 01.01.2008 gilt der einheitliche Begriff der Auswärtstätigkeiten. Reisekosten, die durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers entstehen, sind

Fahrtkosten
Fahrtkosten ab VAZ 2008
• Tatsächliche Aufwendungen für persönliche Benutzung eines Beförderungsmittels;
• bei öffentlichen Verkehrsmitteln der Fahrpreis einschl. Zuschläge; 87
• für Benutzung eines eigenen Fahrzeuges
- bei Einzelnachweis: Kilometersatz aus jährlichen Gesamtkosten (Betriebsstoffkosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Garage am Wohnort, Kfz-Steuer, Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, Zinsen für Anschaffungsdarlehen und AfA). Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Pkw oder Kombi beträgt 6 Jahre; bei hoher Fahrleistung oder Altfahrzeugen ggf. kürzer (AfA-Dauer bei Arbeitnehmern = 8 Jahre).
- ohne Einzelnachweis: Fahrzeug Kilometersatz (Euro pro km)
Kraftwagen 0,30
Motorrad oder Motorroller 0,13
Moped/Mofa 0,08
Fahrrad 0,05
Bei Mitnahme anderer Personen erhöht sich der Kilometersatz von 0,30 Euro um 0,02 Euro und der Kilometersatz von 0,13 Euro um 0,01 Euro.
Ansatz außergewöhnlicher Kosten (Diebstahl, usw.) neben den Kilometersätzen möglich; Schadensersatzleistungen müssen angerechnet werden.

Verpflegungsmehraufwendungen

Inland bis 31.12.2013:

Dienstreisen im Inland
Dauer je Kalendertag Pauschbetrag 24 Std. 24 Euro
mind. 14 bis 24 Std. 12 Euro
mind. 8 bis 14 Std. 6 Euro
• Eine Tätigkeit, die nach 16.00 Uhr beginnt und vor 8.00 Uhr des nachfolgenden Kalendertages beendet wird, ohne dass eine Übernachtung stattfindet, ist mit der gesamten Abwesenheitsdauer dem Kalendertag der überwiegenden Abwesenheit zuzurechnen (Mitternachts-Regelung).
• Bei mehreren Dienstreisen an einem Kalendertag sind die Abwesenheitszeiten an diesem Kalendertag zusammenzurechnen.
• Keine Kürzung des Pauschbetrags bei vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten erhaltenen unentgeltlichen oder teilentgeltlichen Mahlzeiten.

Inland ab 01.01.2014:
Dienstreisen im Inland
Eintägige Reise bis 8 Std. 0 Euro
mehr als 8 Std. 12 Euro
24 Std. 24 Euro
Mahlzeiten als Sachbezug oder Verpflegungskürzung
Erhielt der Arbeitnehmer auf seiner Reise von seinem Arbeitgeber eine Mahlzeit, wurde diese in der Regel mit dem amtlichen Sachbezugswert bewertet und entweder von der Reisekostenerstattung einbehalten oder lohnversteuert. Dies ist künftig so nicht mehr möglich.

Ab 2014 sind die Verpflegungspauschalen zu kürzen, wenn dem Arbeitnehmer eine teilentgeltliche oder unentgeltliche Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde. Das ist in folgenden Fällen denkbar:

Arbeitnehmer ist höchstens 8 Stunden weg, erhält daher keine Verpflegungspauschale und hat eine oder mehrere Mahlzeiten erhalten.
Arbeitnehmer ist höchstens 8 Stunden weg. Die neue Vorschrift orientiert sich an den Verpflegungspauschalen. Ist der Arbeitnehmer höchstens 8 Stunden auf der Reise, gibt es jedoch keine Verpflegungspauschalen und ohne Pauschale auch keine Kürzung. In diesem Fall wird der amtliche Sachbezugswert herangezogen, wenn eine Mahlzeitgestellung vorliegt. Die amtlichen Sachbezugswerte betragen ab 01.01.2014 für ein Frühstück 1,63 Euro und 3,00 Euro für ein Mittag- bzw. Abendessen. Der amtliche Sachbezugswert gilt jedoch „nur“, wenn die Mahlzeit nicht mehr als 60 Euro (bis 2104 nicht mehr als 40 Euro) gekostet hat. Kostet die Mahlzeit über 60 Euro ist sie mit ihrem tatsächlichen Betrag als Arbeitslohn zu versteuern. Soll die Mahlzeit mit dem Sachbezugswert als Arbeitslohn versteuert werden, kann die Lohnversteuerung mit 25 % pauschal erfolgen.

Arbeitgeber verzichtet auf die Aufzeichnung von Reisekosten oder der Arbeitnehmer ist länger als 3 Monate am selben auswärtigen Einsatzort tätig (Dreimonatsfrist).
Arbeitgeber verzichtet auf die Aufzeichnung von Reisekosten oder die Dreimonatsfrist ist abgelaufen. Wenn der Arbeitgeber keine Aufzeichnungen über die Reisen führt und somit auch keine Pauschalen erstattet, ist ebenfalls der amtliche Sachbezugswert heranzuziehen, wenn eine Mahlzeitgestellung (unter 60 Euro) vorliegt. Das Gleiche gilt, wenn der Dreimonatszeitraum überschritten wurde und daher keine Verpflegungspauschalen mehr erstattet werden dürfen.
Arbeitnehmer ist mehr als 8 Stunden weg.
Ist der Arbeitnehmer mehr als 8 Stunden unterwegs oder auf einer mehrtägigen Reise (mit oder ohne Übernachtung) und erhält dafür eine steuerliche Verpflegungspauschale, ist diese um erhaltene Mahlzeiten zu kürzen. Folgende Kürzungsbeträge sind dafür festgeschrieben:
Frühstück: Für ein Frühstück werden 20 Prozent des Tagessatzes für eine 24-stündige Abwesenheit (im Inland also 20 % von 24 Euro = 4,80 Euro) angesetzt.
Mittag- oder Abendessen: Bei einem Mittag- oder Abendessen werden jeweils 40 Prozent des Tagessatzes für eine 24-stündige Abwesenheit (im Inland 40 % von 24 Euro = 9,60 Euro) angesetzt.
Die Kürzung der Verpflegungspauschale erfolgt dabei tagesgenau. Erhält der Reisende bei einer zweitägigen Reise am ersten Tag keine Mahlzeit und dafür am letzten Tag Frühstück, Mittag- und ein Abendessen, so wird nur die Verpflegungspauschale des zweiten Tages gekürzt. Die Kürzung kann die (Tages-) Verpflegungspauschale maximal auf 0,00 Euro reduzieren.
b) auf Auslandsdienstreisen
Es gelten länderweise unterschiedliche Pauschbeträge (Auslandstagegelder)
gemäß Bekanntmachung durch BMF (siehe nachfolgende Tabellen).
Tabelle 2010 [144 KB] (gilt auch für 2011)
Tabelle 2012 [57 KB]
Tabelle 2013 [57 KB]
Tabelle 2014 [88 KB]
• Pauschbetrag entsprechend dem Ort, der zuletzt vor 24 Uhr (Ortszeit) erreicht wurde.
• Bei Reisen von Ausland in Inland an einem Tag gilt das Auslandstagegeld.
• Für eintägige Auslandsreisen und für Rückreisetage aus dem Ausland ist der Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland maßgebend.
• Bei Flugdauer von mehr als 2 Kalendertagen gilt für Zwischenzeiten der Pauschbetrag für Österreich.
• Bei Schiffsreisen gilt der für Luxemburg geltende Pauschbetrag und für die Tage der Ein- und Ausschiffung der Pauschbetrag für den Hafenort. Bei Personal auf deutschen Staatsschiffen/Schiffen der Handelsmarine unter deutscher Flagge gilt Inlandstagegeld.
• Für die in der Bekanntmachung nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Pauschbetrag maßgebend.

• Übernachtungskosten
Unterkunftskosten an ein und derselben auswärtigen Tätigkeitsstätte können nur noch bis zu 48 Monate lang uneingeschränkt in Höhe der tatsächlich angefallenen Kosten abgezogen werden. Danach dürfen monatlich nur maximal 1.000 Euro (wie bei der doppelten Haushaltsführung) angesetzt werden.

Übernachtungskosten im Hotel.
Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die gesamten (dienstlichen) Kosten für die Übernachtung steuerfrei erstatten. Der Selbstständige kann die Übernachtungskosten als Betriebsausgabe abziehen.

Ist beim Arbeitnehmer in der Hotelrechnung ein Frühstück enthalten spielt es keine Rolle, ob dies in einer Service-Pauschale enthalten ist oder offen ausgewiesen wird. Die Mahlzeiten werden entsprechend von den Verpflegungspauschalen gekürzt.

Beim Unternehmer wird nur dann die Kürzung von den Verpflegungspauschalen vorgenommen, wenn das Frühstück nicht offen ausgewiesen wird. Denn er kann im Gegensatz zum Arbeitnehmer keinen Sachbezug geltend machen.

Laut BMF-Schreiben ist es unerheblich, ob die Kürzung von der Hotelrechnung oder den Verpflegungspauschalen vorgenommen wird.

• Reisenebenkosten.
Anlass und Art der beruflichen Tätigkeit, Reisedauer und Reiseweg sind aufzuzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen (Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen, Schriftverkehr usw.) nachzuweisen.

Richtiges Ausstellen von Rechnungen

Rechnungen bis zu brutto 150 Euro (ab 01.01.2007) gelten als Kleinbetragsrechnungen. Für sie gelten geringere Anforderungen als an andere Rechnungen.

Rechnung
1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
2. Name und Anschrift des Empfängers
3. Liefermenge, handelsübliche Bezeichnung der Lieferung bzw. Leistung
4. Tag/Zeitraum der Lieferung oder Leistung
5. Entgelt
6. Steuerbetrag
7. Steuersatz
8. Ausstellungsdatum
9. Steuernummer
10. Rechnungsnummer fortlaufend
11. Ggf. Hinweis auf Steuerbefreiung

Kleinbetragsrechnung
1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
2. Liefermenge, handelsübliche Bezeichnung der Lieferung bzw. Leistung
3. Entgelt+Steuerbetrag in einer Summe (Bruttobetrag)
4. Steuersatz
5. Ausstellungsdatum
6. Hinweis auf Steuerbefreiung

Übersicht über die vorgeschriebenen Rechnungsangaben
ab 01.01.2004
• (finanzamtsbezogene) Steuernummer des leistenden Unternehmers oder die vom BZSt erteilte USt-Identifikationsnummer.
• bei innergemeinschaftlichen Lieferungen, Handelsvertreter-, Güterbeförderungs- und Bearbeitungsleistungen: USt-Id-Nr. des Kunden
• Name und Anschrift leistender Unternehmer
• Name und Anschrift Leistungsempfänger
• Leistungsbeschreibung (Art, Menge bzw. Umfang)
• Ausstellungsdatum
• Leistungszeitpunkt
• fortlaufende Rechnungsnummer (nach dem BMF-Schreiben v. 19.12.2003 werden erst zum 01.07.2004 Vorsteuern bei Nichtangabe nicht mehr berücksichtigt)
• Bemessungsgrundlage (bei unterschiedlichen Steuersätzen gesondert)
• Steuerbetrag und maßgeblicher Steuersatz (außer bei Steuerbefreiung oder Steuerschuldnerschaft des Auftraggebers)
• Hinweis auf Art der Steuerbefreiung oder auf Steuerschuldnerschaft des Auftraggebers
• bei Lieferungen neuer Fahrzeuge an Abnehmer ohne USt-IdNr. Angaben nach § 1 b Abs. 2 und 3 UStG
• bei Schlussrechnung: vorher vereinnahmte Teilentgelte und auf sie entfallende Steuerbeträge absetzen, falls über Teilentgelte Rechnungen ausgestellt worden sind
• Hinweis auf Anwendung der Differenzbesteuerung (Reiseleistung, Gebrauchtwaren)
• Hinweis auf Aufbewahrungspflicht bei Privatpersonen (zwei Jahre)
• Ab 01.01.2009 entfällt Pflicht zur Rechnungsstellung bei nach § 4 Nr. 8-28 UStG steuerfreien Umsätzen sowie Verpflichtung zu einer zusätzlichen Übermittlung einer Sammelrechnung bei EDI. Ab 01.01.2010 ist USt-Id-Nr. des Leistenden als auch Leistungsempfänger bei Reverse-Charge n. § 13 b Abs. 1 und Abs. 5 S. 1 UStG anzugeben (Grundregelfälle § 3 a Abs. 2 UStG).

Zusätzliche Rechnungsangaben ab 01.01.2013 (Entwurf Jahressteuergesetz 2013)
• „Gutschrift“ bei Abrechnung durch den Leistungsempfänger
• „Steuerschuldnerschaft Leistungsempfänger“ bei Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse-Charge-Verfahren)
• „Sonderregelung für Reisebüros“ bei Besteuerung von Reiseleistungen
• „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung“, „Kunstgegenstände/Sonderregelung“ oder Sammlungsstücke „Antiquitäten/Sonderregelung“ bei Abrechnungen über Gegenständen, die der Differenzbesteuerung unterliegen. Für innergemeinschaftliche Lieferungen und für im Inland steuerpflichtige Leistungen eines im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmers ist ab 01.01.2013: Rechnungsausstellung spätestens am 15. Tag des Monats der auf den Monat folgt, an dem der Steuertatbestand eingetreten ist (bisher: sechs Monate).

Elektronische Rechnung (ab 01.07.2011)
Für Umsätze ab dem 01.07.2011 wird die elektronische Rechnung einer Papierrechnung gleichgestellt. Die elektronische Übermittlung bedarf der Zustimmung des Empfängers (formlos).
Die bisherige Übermittlungsform mittels EDI/elektronisch qualifizierter Signatur bleibt zulässig. Neu für Umsätze ab 01.07.2011 möglich elektronische Übermittlung in anderen Formaten (z. B. EMail mit Anhang (pdf, Textdatei); De-Mail, Computer-Fax, Faxserver, Web-Download). Echtheit der Herkunft (Identität des Rechnungsausstellers), Unversehrtheit des Inhaltes (Pflichtangaben während Übermittlung nicht geändert) und Lesbarkeit (für das menschliche Auge) der Rechnung muss durch jegliches innerbetriebliches Kontrollverfahren mit verlässlichem Prüfpfad zwischen der Rechnung und der Leistung gewährleistet sein. Eine Dokumentationspflicht hierüber besteht nicht. Die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug sind durch den Unternehmer nach wie vor nachzuweisen. Auch der Leistungsempfänger kann elektronische Rechnung in Form einer Gutschrift erstellen. Der Leistende und nicht der Leistungsempfänger hat dann das innerbetriebliche Kontrollverfahren durchzuführen.
Elektronische Rechnungen sind in ihrer originären Form zu archivieren unter Beachtung der GoBs und GDPdU (nicht nur als Papierausdruck). Verletzung der Aufbewahrungspflichten stellt
Ordnungswidrigkeit (§ 26 a UStG) dar ohne Auswirkung auf den Vorsteuerabzug. Auf den Vorsteuerabzug wirkt sich dies jedoch nicht aus, wenn die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug nachgewiesen wurden.

Buchtipp:

Rechnungen zu schreiben, gehört zu den schönsten Tätigkeiten für den Unternehmer. Allerdings ist das Stellen einer Rechnung nicht ohne Haken und Ösen. Viele Selbstständige kämpfen mit den gesetzlichen Vorschriften, mit den Pflichtangaben in Rechnungen, mit der Unterscheidung zwischen Kleinbetrags- und normalen Rechnungen und der Festlegung des richtigen Umsatzsteuersatzes.

Das Buch versteht sich als Leitfaden, um Selbstständigen die komplexen Rechnungsvorschriften verständlicher zu machen. Es soll als Wegweiser durch die zahlreichen steuerlichen Vorschriften dienen – versehen mit vielen praktischen Tipps und Beispielen. Ein praktischer Ratgeber, den man gern in die Hand nimmt.

Grundsätze der Kassenführung bei Bareinnahmen

Die Kasse muss zeitnah (täglich) geführt werden.

Die Eintragungen müssen chronologisch und vollständig sein

Tippex u.ä. ist tabu, im Falle eines Falles lieber sichtba durchstreichen und in der nächsten Zeile berichtigen.

Ein elektronisches Kassenbuch ist nur zulässig wenn ein Testat über die GoB-Konformität vorliegt.

Bei Registrierkassen müssen die Tagesabschlüsse (Z-Berichte) lückenlos (fortlaufende Numerierung!) aufbewahrt werden.

Die Kasse muss jederzeit „sturzfähig“ sein, also der Sollbestand laut Kassenbuch muss mit dem tatsächlichen Bestand übereinstimmen. Als Hilfsmittel stellen wir im Downloadbereich ein Zählprotokoll zur Verfügung.

Bei Filialbetrieben ist grundsätzlich für jede Kasse ein getrenntes Kassenbuch zu führen.

Kassenüberträge in eine andere Kasse oder auf das Bankkonto sind aufzuzeichnen, dabei müssen die Daten mit dem Kontoauszug übereinstimmen.

Kassenaufzeichungen auf „Schmierzetteln“ sind zulässig, wenn sie hinterher in Reinschrift überführt werden und die Originale aufbewahrt werden.

Privateinlagen und –entnahmen sind ebenfalls aufzuzeichnen.

Für das Hotel- und Gaststättengewerbe, Handwerker, Autowerkstätten, Einzelanfertigungen bei Juwelieren, Freiberuflern gelten erweiterte Aufzeichnungspflichten. Dies gilt auch für Barverkäufe über 15.000 Euro. Für Einzelheiten sprechen Sie uns gerne an.

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen

Allgemeine Voraussetzungen:
Es muss sich um Zahlungen zusätzlich zum Gehalt handeln, d.h. keine Gehaltsumwandlung darstellen.

Einzelne Leistungen in alphabetischer Reihenfolge:
- Altersteilzeit: Freistellung der vom Arbeitgeber auf Grund von Vereinbarungen gezahlten
Aufstockungsbeträge nach dem Alterteilszeitgesetz (mindestens 20 % des Lohnes für die
Altersteilzeitarbeit und auf mindestens 70 % des Nettolohnes ohne Altersteilzeit) sowie die vom
Arbeitgeber übernommenen Höherversicherungsbeiträge für die Rentenversicherung, soweit 50 %
der Beiträge nicht übersteigt

- Arbeitsbedingungen: Leistungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die der Belegschaft als Gesamtheit und damit im überwiegenden betrieblichen Interesse zugewendet werden, z.B. Aufenthaltsräume, Duschen.

- Arbeitsmittel: Unentgeltlich zur beruflichen Nutzung überlassene Arbeitsmittel

- Annehmlichkeiten: Getränke und Genussmittel im Betrieb (Kaffee, Tee, Pralinen, Gebäck, Obst …)

- Aufmerksamkeiten (€ 40,00 Grenze)
Geschenke (Sachzuwendungen) auf Grund eines persönlichen Ereignisses beim Arbeitnehmer (Geburtstag, …)
Arbeitsessen, wenn es sich um einen außergewöhnlichen Arbeitseinsatz im Betrieb handelt (Überstunden, Besprechung)

- Aufwandsentschädigung aus nebenberuflicher Tätigkeit (z.B. Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Kranken- oder Behindertenpfleger, Betreuer, …) bis € 2.400,00 im Jahr für nebenberufliche Tätigkeiten für gemeinnützige Vereine oder juristische Personen des öffentlichen Rechts.

- Auslagenersatz: Auslagen des Arbeitnehmers für den Arbeitgeber, die der Arbeitgeber ersetzt bzw. durchlaufende Gelder, die der Arbeitnehmer erhält, um sie für den Arbeitgeber auszugeben

- Beihilfen für Notfälle: € 600,00 beispielsweise bei Krankheit, Unfall, Kuren. Bei Betrieben ab 5 Arbeitnehmer müssen noch zusätzliche formale Erfordernisse erfüllt werden

- Betriebsveranstaltungen (z.B. Sommerfest, Weihnachtsfeier, …) max. 2 mal im Jahr, max. € 110,00 pro Arbeitnehmer je Veranstaltung (seit 2002 auch mit Übernachtungen zulässig), falls Grenze von € 110,00 überschritten wird, besteht die Möglichkeit einer 25 % Pauschalierung

- Bildschirmarbeitsplatz:
Die vom Arbeitgeber auf Grund gesetzlicher Verpflichtung übernommenen angemessenen Kosten für eine Seehilfe (Notwendigkeit ist durch Augenuntersuchung nachzuweisen).
Die Übernahme von Massagekosten für Bildschirm-Arbeitnehmer ist nicht lohnsteuerpflichtig, wenn einer berufsbedingten Beeinträchtigung der Gesundheit vorgebeugt oder entgegengewirkt werden soll. Nachweis des Arbeitgebers erforderlich, dass betriebsfunktionale Zielsetzungen wie Minderung des Krankenstandes erzielt werden sollen.

- Bonuspunkte aus Kundenbindungsprogrammen (z.B. „Miles & More“):
Es betrifft Bonuspunkte, die für eine dienstlich veranlasste Leistungsinanspruchnahme (Arbeitgeber trägt die Kosten) dem Arbeitnehmer von einem anderen Unternehmen (insbesondere Fluggesellschaften) gewährt werden. Die Verwendung dieser Bonuspunkte für private Zwecke ist bis zu € 1.080,00 im Jahr steuerfrei. Der übersteigende Betrag ist nur dann nicht lohnsteuerpflichtig, wenn das gewährte Unternehmen (Fluggesellschaft) eine pauschale Besteuerung (2,25 %) durchführt und dies dem Nutzenden schriftlich mitteilt (vom Arbeitnehmer vorlegen lassen)

- Essenmarken, Restaurantschecks, Kantinenessen:
Mahlzeiten vom Arbeitgeber sind nur mit dem Sachbezugswerten von € 2,73 für Mittag- oder Abendessen bzw. € 1,53 für Frühstück, gemindert um Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu versteuern. Für Mahlzeiten in einer nicht vom Arbeitgeber selbst betriebenen Einrichtung (auch Gaststätten) kann der Arbeitgeber einen steuerfreien Zuschuss von bis zu € 3,10 für z.B. eine Essenmarke täglich gewähren, wenn der Arbeitnehmer den amtlichen Sachbezugswert zuzahlt oder versteuert.

- Fahrtkosten bei Reisekosten bzw. doppelter Haushaltsführung:
· Reisekosten bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit: Steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber bei vorübergehender beruflich veranlasster Auswärtstätigkeit zeitlich unbegrenzt:
Tatsächliche Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Taxi, Schiff, Flugzeug)
Eigenes Fahrzeug:
-PKW pauschal € 0,30 je gefahrenen Kilometer (Motorrad € 0,13 je Kilometer) + außergewöhnliche Kosten wie z.B. für Unfall + € 0,02 je Kilometer/PKW (€ 0,01 je Kilometer/Motorrad) pro mitgenommene Person
oder Kilometer-Satz, ermittelt aus tatsächlichen Gesamtkosten über 12 Monate (Ausnahme: unangemessene Luxusklasse)
-Unbesteuerte Gestellung von Firmenwagen
· Doppelte Haushaltsführung:
-
Erste und letzte Heimfahrt wie Reisekosten
- Dazwischen eine Familienheimfahrt pro Woche, für PKW € 0,30 je Kilometereinfache Entfernung (volle Erstattung nur bei Behinderten)

- Fehlgeldentschädigung:
Pauschale Fehlgeldentschädigungen, die Arbeitnehmer im Kasse- und Zähldienst gezahlt werden, soweit sie € 16,00 im Monat nicht übersteigt.

- Fortbildung:
Berufliche Fort- und Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers, wenn die Bildungsmaßnahmen im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers (Belohnungscharakter muss
ausgeschlossen sein) durchgeführt werden. Bei Fremdanbietern muss die Bildungsmaßnahme auf Rechnung des Arbeitgebers erfolgen.

- Freigrenze für Sachbezüge:
Sachbezüge, die mit den üblichen Endabgabepreisen zu bewerten sind, wenn die sich nach Anrechnung der vom Arbeitnehmer gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt € 44,00 im Kalendermonat nicht übersteigen (kein Freibetrag, sondern: Freigrenze). Sind in einem Monat € 44,00 überschritten, sind die gesamten Sachbezüge der Lohnsteuer zu unterwerfen. Eine Umgehung, indem ein Teil der Sachbezüge versteuert wird und mit dem Rest € 44,00 eingehalten werden, ist nicht möglich. Nur Zuzahlungen des Arbeitnehmers „helfen“.
Nicht unter die Freigrenze fallen Rabatte, von denen der Rabattfreibetrag abzuziehen ist, pauschal Besteuerte Arbeitgeber-Leistungen sowie Sachbezüge, die nach amtlichen Sachbezugswerten (z.B. Mahlzeiten) oder gesetzlich festgelegten Durchschnittswerten (z.B. PKW-Nutzung) zu besteuern sind. (Beispiele: Geschenke und Belohnungsessen, die nicht bloße Aufmerksamkeiten sind / Wohnung bzw. Dienstwohnung (in sich geschlossene Einheit, nicht bloße Unterkunft bzw. amtliche Sachbezugswerte) / Warengutscheine bzw. Benzingutscheine Warengutscheine)

- Gesundheitsförderung:
Freibetrag für Leistungen des Arbeitgebers bis zu € 500,00 jährlich je Arbeitnehmer:
· Die Leistungen müssen zusätzlich (keine Barlohnumwandlung) zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.
· Begünstigt sind auch Zuschüsse des Arbeitgebers an Arbeitnehmer, die diese für extern durchgeführte Maßnahmen aufwenden.
· Mitgliedsbeiträge an Sportvereine und Fitnessstudios werden von der Steuerbefreiung ausdrücklich nicht erfasst. Unter die Steuerbefreiung fällt aber, wenn durch den Arbeitgeber
ein Zuschuss für Maßnahmen gewährt wird, die Sportvereine oder Fitnessstudios anbieten, die den fachlichen Anforderungen der Krankenkassen (§20 und 20a SGB V) zur Prävention
gerecht werden. Das sind folgende Handlungsfelder zur Verbesserung des allgemeinenGesundheitszustandes sowie Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung:
- Bewegungsprogramme / Reduzierung von Bewegungsmangel
- Ernährung / Vermeidung Mangel- und Fehlernährung und Übergewicht
- Stressbewältigung und Entspannung
- Suchtmittelkonsum / Förderung des Nichtrauchens, Reduzierung Alkoholkonsum.

- Gutscheine:
Bei Gutscheinen ist die € 44,00-Freigrenze (Freigrenze für Sachbezüge) nur anwendbar, wenn der Arbeitnehmer mit dem Gutschein einen Sachbezug (Warengutscheine) erhält.
- Ist der Gutschein dagegen wie Geld zu behandeln, dann voll steuerpflichtig, keine € 44,00-Freigrenze Allerdings: BFH-Urteile zu Tank- und Geschenkgutscheinen

- Jubiläumsfeiern:
Die Ehrung eines einzelnen Jubilars oder eines einzelnen Arbeitnehmers bei dessen Ausscheiden aus dem Betrieb, auch unter Beteiligung weiterer Arbeitnehmer, ist zwar keine
Betriebsveranstaltung, die Finanzverwaltung sieht aber trotzdem bei rundem Arbeitnehmer-Jubiläum Sachzuwendungen bis € 110,00 je Teilnehmer als lohnsteuerfrei (wegen des Überwiegens des betrieblichen Interesses des Arbeitgebers) an.

- Kindergartenbeiträge:
Übernahme der vom Arbeitnehmer zu tragenden Kosten für die Unterbringung oder Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern zusätzlich zum Arbeitslohn.
Außerdem zählen pauschale Entgelte, die der Arbeitgeber an einen Kinderbetreuungsdienst zahlt, nicht zum Arbeitslohn.

- Kleidung:
Unentgeltliche oder verbilligte Überlassung von typischer Berufskleidung (Arbeitsschutzbekleidung oder uniformähnlich durch dauerhaft angebrachte Firmenkennzeichnung).

- Personalcomputer:
Die private Mitnutzung von PC des Arbeitgebers ist unabhängig vom Verhältnis der beruflichen zur privaten Nutzung für den Arbeitnehmer lohnsteuerfrei
(Telekommunikation).

- Arbeitgeber mietet Parkplätze an: tatsächliche Aufwendungen, Voraussetzungen: keine direkte Zuordnung der Parkplätze zu Arbeitnehmern

- Rabattfreibetrag:
Für Waren und Dienstleistungen, die ein Arbeitnehmer auf Grund seines Dienstverhältnisses vom Arbeitgeber (nicht von einem Dritten) verbilligt oder unentgeltlich erhält,
gibt es einen Rabattfreibetrag von € 1.080,00. Die Waren und Dienstleistungen dürfen aber nicht überwiegend für den Bedarf der Arbeitnehmer (wie z.B. Kantinenessen) erbracht werden. Eine Wohnungsüberlassung wäre z.B. eingeschlossen, wenn der Arbeitgeber ein Wohnungsunternehmen ist. Bewertung der geldwerten Vorteile: Differenz zwischen dem vom Arbeitnehmer zu zahlenden Entgelt und dem um einen Abschlag von 4 % geminderten Endpreis im allgemeinen Geschäftsverkehr.

- Reisekosten →Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen
- Reisenebenkosten:
Steuerfrei erstattet werden dürfen z.B. Aufwendungen für Reisegepäck, berufliche Ferngespräche und Schriftverkehr, Parkplatz, Straßenbenutzung, Unfallversicherung für
Berufsunfälle außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte. Nicht steuerfrei erstattet werden dürfen z.B. Verwarnungs- und Bußgelder, Ausrüstungsgegenstände.
- Sammelbeförderung:
Unentgeltliche oder verbilligte Sammelbeförderung von Arbeitnehmern zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit einem vom Arbeitgeber gestellten Kraftfahrzeug, soweit
die Sammelbeförderung für den betrieblichen Einsatz des Arbeitnehmers notwendig ist.

- Schadenersatzleistungen:
Soweit der Arbeitgeber zur Leistung gesetzlich verpflichtet ist oder einen zivilrechtlichen Schadenersatzanspruch des Arbeitnehmers wegen schuldhafter Verletzung arbeitsvertraglicher Fürsorgepflicht erfüllt.

- Sportverein:
Vergütungen eines Sportvereins an Amateursportler, wenn diese die Aufwendungen nicht übersteigen.

- Steuerberatung:
Die pauschale Vereinbarung mit einem Steuerberater, wonach dieser sich verpflichtet, für alle Arbeitnehmer des Arbeitgebers, die es wünschen, die Steuererklärung kostenlos
zu erstellen. Das pauschale Honorar wird vom Arbeitgeber an den Steuerberater gezahlt.

- Telekommunikation:
· Die private Nutzung von Telekommunikationsgeräten (z.B. Telefon, Handy, Fax, PC mit Internet) des Arbeitgebers ist unabhängig vom Verhältnis der beruflichen zur privaten
Nutzung für den Arbeitnehmer lohnsteuerfrei.
· Der Vorteil darf auch über eine Herabsetzung des Arbeitslohnes (Barlohnumwandlung) gewährt werden.
· Beruflich entstandene Telekommunikationsaufwendungen des Arbeitnehmers darf der Arbeitgeber nach den Grundsätzen des Auslagenersatzes steuerfrei ersetzen:
- tatsächliche Aufwendungen mit Einzelkostennachweis über drei Monate,
- pauschal nach einem repräsentativen Einzelkostennachweis über drei Monate,
- pauschal ohne Einzelkostennachweis bis zu 20 % des Rechnungsbetrages, höchstens aber € 20,00 monatlich. Nach drei Monaten kann der repräsentative
Durchschnittsbetrag fortgeführt werden.
· Bei doppelter Haushaltsführung können anstelle der Aufwendungen für eine Heimfahrt (siehe Fahrtkosten) die Gebühren für ein Ferngespräch bis zu 15 Minuten mit Angehörigen des
eigenen Hausstandes steuerfrei erstattet werden.

- Trinkgelder:
Wenn von Dritten freiwillig, ohne dass ein Rechtsanspruch besteht, zusätzlich zu dem Beitrag für die Arbeitsleistung gezahlt wird.

- Übernachtungskosten:
· Reisekosten für beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit:
-
Keine Drei-Monats-First, zeitlich unbegrenzt.
- Ohne Einzelnachweis pauschal € 20,00 je Übernachtung bzw. für Ausland spezielle Pauschbeträge laut Ländertabelle (aber nicht bei vom Arbeitgeber unentgeltlich gestellter Unterkunft sowie bei Übernachtung in der Schlafkoje).
- Tatsächlich nachgewiesene Kosten (ggf. nach Abzug der Frühstückskosten aus der Rechnung oder pauschal mit € 4,80 bzw. 20 % des Auslandstagegeldes).
· Doppelte Haushaltsführung:
-
Nachgewiesene Kosten Reisekosten
- Ohne Einzelnachweis pauschal je Übernachtung (jedoch nicht bei unentgeltlich gestellter Unterkunft): € 20,00 pro Tag in den ersten drei Monaten bzw. spezielle Auslandsübernachtungsgelder, danach € 5,00 bzw. 40 % des Auslandsübernachtungsgeldes

- Umzugskosten:
· Erstattung durch den Arbeitgeber, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist und soweit die beruflich veranlassten Mehraufwendungen nicht überschritten werden.
· Ohne weitere Prüfung ist die Erstattung der Kosten zulässig, die nach dem Bundesumzugsgesetz höchstens gezahlt werden dürften.
· Bei Einzelnachweis durch den Arbeitnehmer müssen nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung (z.B. Neuanschaffung von Möbeln) sowie Vermögensverluste (z.B. Veräußerungskosten) ausgesondert werden.

- Vermögensbeteiligungen:
Erhält ein Arbeitnehmer im Rahmen eines gegenwärtigen Dienstverhältnisses unentgeltlich oder verbilligt Sachbezüge in Form von Vermögensbeteiligungen (z.B. Aktien, GmbH-Anteile, stille Beteiligungen), so ist der Vorteil lohnsteuerfrei, soweit er nicht höher als der halbeWert der Beteiligung ist und insgesamt € 360,00 im Kalenderjahr nicht übersteigt.

- Verpflegungsmehraufwendungen / Verpflegungspauschalen: Hinweis: seit 1996 nur noch
Pauschalen, kein Einzelnachweis mehr.
Je nach Dauer der täglichen Abwesenheit von der Wohnung bzw. der regelmäßigen Arbeitsstätte:
· 24 Stunden € 24,00
· 14-24 Stunden € 12,00
· 8-14 Stunden € 6,00
· Für Auslandsreisen gelten spezielle pauschale Länder-Auslandstagegelder.
· Begrenzung auf 3 Monate.
· Die 3-Monats-Frist beginnt neu bei einer anderen Auswärtstätigkeit, kein Neubeginn bei Auswärtstätigkeit am gleichen Ort, mit gleichem Inhalt, in zeitlichem Zusammenhang.
· Unterbrechungen (außer Urlaub/Krankheit) von mindestens 4 Wochen bei einer
Auswärtstätigkeit führen auch zum Neubeginn.
· Mitternachtsregelung: Bei Fahrten über Nacht ohne Übernachtung werden Zeiten nach 16 Uhr und vor 8 Uhr zusammengerechnet.
Bei unentgeltlicher oder verbilligter Mahlzeitengestellung bis € 40,00 werden die Pauschbeträge nicht gekürzt, sondern die Mahlzeiten werden mit dem amtlichen Sachbezugswert (über € 40,00 mit dem tatsächlichen Wert) versteuert.

- Vorsorgeuntersuchungen:
· Wenn im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers und
· Personenkreis und Turnus vom Arbeitgeber bestimmt wird.

- Warengutscheine (u.a. Benzingutscheine)
· Warengutscheine in Geld: Ist ein Warengutschein auf einen bestimmten Geldbetrag ausgeschrieben, so ist nach Auffassung der Finanzverwaltung zu unterscheiden, ob der
Gutschein beim Arbeitgeber oder bei einem Dritten einzulösen ist:
- Kann der Gutschein nut beim Arbeitgeber eingelöst werden, so erhält der Arbeitnehmer ein Versprechen auf einen Sachbezug. Erhält der Arbeitnehmer bei Einlösung des Gutscheins Waren, die vom Arbeitgeber hergestellt/vertrieben werden, so ist der Rabattfreibetrag anzuwenden.
- Wird dieWare, die der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber einlösen kann, nicht vom Arbeitgeber selbst hergestellt/vertrieben, so liegt ein Sachbezug vor, auf den die € 44,00-Freigrenze anzuwenden ist.
Kann der Warengutschein bei einem Dritten eingelöst werden, so ist er wie Geld zu behandeln (lohnsteuerpflichtig), Rabattfreibetrag und € 44,00-Freigrenze kommen nicht zur Anwendung.

· Warengutscheine auf eine bestimmte Ware, z.B. Benzingutscheine:
Ist ein Warengutschein auf eine bestimmteWare ausgeschrieben (kein Wert in EURO – auch nicht zusätzlich oder als Begrenzung), so liegt ein Sachbezug vor.
Die Finanzverwaltung erkennt für Benzingutscheine nur folgende Gestaltung an: Der Arbeitgeber gibt an seinen Arbeitnehmer selbst erstellte Gutscheine über Art und Menge
des Kraftstoffs aus. Der Arbeitgeber schließt mit einer Tankstelle eine Rahmenvereinbarung über die Einlösung der Gutscheine ab. Die Abrechnung erfolgt dann mittels einer in der
Tankstelle verbleibenden Kundenkarte des Arbeitgebers.

- Werkzeuggeld:
Hilfsmittel zur Herstellung und Bearbeitung von Gegenständen (Handwerkzeug nach der Rechtsprechung i.d.R. unter € 410,00).

- Zinsersparnisse:
Darlehen die auf Grund des Dienstverhältnisses zum marktüblichen Zins (der von der Deutschen Bundesbank bei Vertragsabschluss veröffentlichte Effektivzinssatz für Neugeschäfte)
gewährt werden. Zinsersparnisse bei unverzinslichen oder zinsverbilligten Darlehen bis einschließlich € 2.600,00 Darlehenssumme (Summe der noch nicht getilgten Darlehen am Ende des
Lohnzahlungszeitraumes).

- Zukunftssicherung:
Ausgaben des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung der Arbeitnehmer, soweit der Arbeitgeber gesetzlich (Arbeitgeber-Anteil zur Sozialversicherung) dazu verpflichtet ist.
Beiträge des Arbeitgebers (erstes Dienstverhältnis) an eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds sowie für nach dem 31.12.2004 erteilten Zusage für eine Direktversicherung, soweit sie insgesamt im Kalenderjahr 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (€ 2.544,00 für alte Bundesländer und neue Bundesländer, Erhöhung bei Versorgungszusagen nach dem 31.12.2004 um 1.800,00) nicht übersteigen und wenn kein Wahlrecht für die so genannte „Riester-Förderung“
ausgeübt wird.
Leistungen eines Arbeitgebers an einen Pensionsfonds zur Übernahme bestehender Versorgungsverpflichtungen, wenn dieWahl zu einer zehnjährigen Verteilung der Betriebsausgaben
getroffen wird.

- Zuschläge (in% vom Grundlohn):
· Heimarbeit 10 %
· Nachtarbeit 25 %
· Nachtarbeit von 0 bis 4 Uhr, wenn vor 0 Uhr begonnen 40 %
· Sonntagsarbeit 50 %
· Gesetzliche Feiertage und Silvester 125 %
· Weihnachten, Heiligabend ab 14 Uhr, 1. Mai 150 %
· Begrenzung des Grundlohn auf höchstens 50,00 € pro Stunde

Pauschal versteuerte Arbeitgeberleistungen
Allgemeine Hinweise:
Alle angegeben Pauschalen können mit Zustimmung des Arbeitnehmers im Innenverhältnis auf den
Arbeitnehmer abgewälzt werden.

15% pauschale Lohnsteuer:
· Fahrtkostenerstattung für Jobtickets
· Fahrtkostenerstattung für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte mit eigenem PKW (max. € 0,30 je
Entfernungskilometer)
· Parkgebühren mit eigenem PKW bei Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte

20% pauschale Lohnsteuer:
· Direktversicherung, bis max. € 1.752,00 pro Jahr (Alt-Verträge, abgeschlossen bis 31.12.2004 und
zur Steuerpflicht optiert)
· Unfallversicherung, bis max. € 62,00 pro Jahr

25% pauschale Lohnsteuer:
· Betriebsveranstaltung wenn diese über die Grenze kommt (vgl. steuerfreie Leistungen) · Arbeitgeber schenkt dem Arbeitnehmer einen PC
· Erholungsbeihilfen für Urlaub (die Zahlung muss innerhalb von 3 Monaten vor bzw. nach dem Urlaub gezahlt werden, max. € 156,00 für Arbeitnehmer, € 104,00 für Ehegatte und € 52,00 je Kind pro Jahr
· Verpflegungsmehraufwendungen, die den Pauschbetrag bis zu 100 % übersteigen

30% pauschale Lohnsteuer
· VIP-Logen: der geldwerte Vorteil, der dem Arbeitnehmer entsteht, wenn ihm der Arbeitgeber oder ein Dritter im Rahmen seines Dienstverhältnisses einen Platz in einer VIP-Loge in einer Sportstätte
schenkt

Bauleistungen

Umsatzsteuer:
Neue Bestimmungen zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger
(§ 13b UStG)


Seit 15. Februar 2014 gilt: Werden Bauleistungen von einem in Deutschland ansässigen Unternehmer in Deutschland erbracht, so ist der Leistungsempfänger nur dann Steuerschuldner, wenn er selbst Unternehmer ist und auch selbst Bauleistungen erbringt. Zudem muss der Leistungsempfänger die an ihn erbrachte Bauleistung seinerseits zur Erbringung einer derartigen Leistung verwenden; auf den Anteil der vom Leistungsempfänger ausgeführten Bauleistungen an den insgesamt von ihm erbrachten steuerbaren Umsätzen (10-Prozent-Regelung) kommt es nicht mehr an. Die bisherige Möglichkeit zur einvernehmlichen Festlegung zwischen beiden Vertragsparteien wurde ebenfalls aufgehoben.
Bei neuen Bauvorhaben empfehlen wir eine Versicherung des Auftraggebers in den Vertrag aufzunehmen, wonach er die empfangene Bauleistung zur Erbringung einer Bauleistung verwenden wird.
Das Bundesfinanzministerium plant ein weiteres BMF-Schreiben, in dem es zur Frage eines Vertrauensschutzes des leistenden Unternehmers Stellung nehmen wird .

Musterrechnung für Bauleistungen nach § 13b UStG [63 KB]

Buchhalterseite News-Rss

Neue Regelung zur Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen und zur Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (Di, 20 Jun 2017)
Der Gesetzgeber hat im Juni 2017 ein Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen verabschiedet. Das Gesetz betrifft neben der Abziehbarkeit von Aufwendungen für Rechte und Lizenzen auch die Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen und die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter.
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Restschuldbefreiung nach einer Betriebsaufgabe (Mi, 14 Jun 2017)
Kommt es bei einem Einzelunternehmer zu einer gerichtlichen Restschuldbefreiung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens, so entsteht durch den Wegfall der Verbindlichkeit ein Gewinn, der grundsätzlich im Jahr der Rechtskraft des Gerichtsbeschlusses über die Restschuldbefreiung zu erfassen ist. Ist das Unternehmen aber bereits vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgegeben worden, so wirkt die Restschuldbefreiung in das Jahr der Betriebsaufgabe zurück und erhöht den Aufgabegewinn bzw. mindert den Aufgabeverlust.
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Pauschalsteuer für Geschenke wird vom Abzugsverbot erfasst (Di, 13 Jun 2017)
Macht ein Unternehmer seinen Geschäftsfreunden Geschenke und übernimmt er für die Geschäftsfreunde deren Steuer in Gestalt einer Pauschalsteuer von 30 %, so ist die von ihm gezahlte Pauschalsteuer nicht als Betriebsausgabe abziehbar, wenn entweder das Geschenk mehr als 35 € wert ist oder wenn es zusammen mit der Pauschalsteuer einen Betrag von mehr als 35 € ergibt. Denn dann gilt das Abzugsverbot für Geschenke auch für die Pauschalsteuer.
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RSS-Feed zum Thema Steuern

1) Kassenmäßige Steuereinnahmen nach Steuerarten und Gebietskörperschaften (Aktuelle Ergebnisse) (Do, 22 Jun 2017)
Die Steuereinnahmen am aktuellen Rand finden Sie hier als Pdf- und xlsx-Dokumente zum Download.
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Entwicklung der Steuereinnahmen (Do, 22 Jun 2017)
Aktuelle Daten und historische Zeitreihen
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Anwendung neuer BFH-Entscheidungen (Do, 22 Jun 2017)
Die Finanzverwaltung hat beschlossen, die folgenden Entscheidungen des Bundesfinanzhofs in Kürze im Bundessteuerblatt Teil II zu veröffentlichen. Damit werden zugleich die Finanzbehörden die Entscheidungen allgemein anwenden.
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