Bauleistungen

Neuregelungen ab 30.09.2014 zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen

Werden Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen von einem im Inland ansässigen
Unternehmer nach dem 30. September 2014 im Inland erbracht, ist der Leistungsempfänger
Steuerschuldner unabhängig davon, ob er sie für eine von ihm erbrachte Leistung
im Sinne des § 13b Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 und/oder Nr. 8 Satz 1 UStG verwendet, wenn er ein
Unternehmer ist, der nachhaltig entsprechende Leistungen erbringt.


Davon ist auszugehen, wenn ihm das nach den abgabenrechtlichen Vorschriften für
die Besteuerung seiner Umsätze zuständige Finanzamt eine im Zeitpunkt der Ausführung des
Umsatzes gültige Bescheinigung darüber erteilt hat, dass er ein Unternehmer ist, der derartige
Leistungen erbringt. Für diesen Nachweis durch die Finanzämter wird der Vordruck USt 1 TG verwendet.


Die Gültigkeitsdauer der Bescheinigung ist auf längstens drei Jahre zu beschränken. Die
Bescheinigung kann nur mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder zurückgenommen werden.
Wenn die Bescheinigung durch das Finanzamt widerrufen oder zurückgenommen wurde,
darf sie der Unternehmer nicht mehr verwenden.

Hat das Finanzamt dem Unternehmer einen Nachweis nach dem Vordruckmuster
USt 1 TG ausgestellt, ist er auch dann als Leistungsempfänger Steuerschuldner, wenn er diesen
Nachweis gegenüber dem leistenden Unternehmer nicht - im Original oder in Kopie -
verwendet.