Betrieblich genutzte PKW

Zu diesem Thema produzieren wir jetzt Videos aus der Reihe: "Der Buchhalter erklärt":


PKW im Betrieb Teil 1 - Neuwagen vs. Gebrauchtwagen

Eine häufig gestellte Frage in Beratungsgesprächen mit Unternehmern, besonders interessant für Existenzgründer. Kaufe ich eine Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen und was sind die Auswirkungen auf meine Steuern und Liquidität? Schauen Sie sich dieses Video an:

Zum Nachlesen. Die Beispielzahlen aus dem Video:

Neuwagen

 

Bruttolistenpreis 55.000 Euro

Kaufpreis brutto: 49.980 Euro

Vorsteuer 19%: 7.980 Euro

Kaufpreis netto: 42.000 Euro

 

Afa/Jahr: -7.000 Euro

Betriebskosten: -3.000 Euro
Steuern/Vers.: -1.600 Euro

Kosten/Jahr: -11.600 Euro

 

Private Nutzung 1% vom Bruttolistenpreis
=550 Euro/Monat = +6.600 Euro / Jahr


Berichtigte Betriebsausgabe = 5.000 Euro

Steuervorteil
bei 20% Steuersatz* = 1.500 Euro

Gebrauchtwagen

 

Bruttolistenpreis 55.000 Euro

Kaufpreis brutto: 2.000 Euro

Vorsteuer : 0 Euro

Kaufpreis netto: 2.000 Euro

 

Afa/Jahr: -1.000 Euro

Betriebskosten: -3.000 Euro
Steuern/Vers.: -2.000 Euro

Reparaturen: -600 Euro

Kosten/Jahr: -6.600 Euro

 

Private Nutzung 1% vom Bruttolistenpreis
=550 Euro/Monat = +6.600 Euro / Jahr


Berichtigte Betriebsausgabe = 0 Euro

Steuervorteil = 0 Euro


*Steuersatz: Vereinfachter Beispielsteuersatz zur Veranschaulichung. Wird auch im Video verwendet.


PKW im Betrieb Teil 2 - Fahrtenbuch führen?

Wenn der betriebliche PKW nur (sehr) wenig privat genutzt wird, oder der PKW bereits abgeschrieben ist, oder von vornherein ein gebrauchtes Fahrzeug angeschafft worden ist, dann hat die Fahrtenbuchmethode gegenüber der 1%-Regelung steuerliche Vorteile. Warum wird sie dann so selten genutzt wird erkläre ich in diesem Video:

Text auf der Flipchart zum Nachlesen

Notwendige Angaben im Fahrtenbuch:

  • Datum und Anfangs- und Endkilometerstand jeder betrieblichen Fahrt
  • Zweck der Reise mit Angaben zum besuchten Geschäftspartner
  • Besuchte Orte, bei Umwegen Beschreibung der Route
  • Privatfahrten nur mit Kilometerangaben

Vollständigkeit und Richtigkeit:

  • Gebundes Buch, keine Loseblattsammlung
  • Zeitnahe Führung
  • Ausschluss von nachträglichen Änderungen
  • Bezugnahme auf ergänzende Unterlagen

 

Fahrtenbücher erhalten Sie im Fachhandel, dieser Link führ auf eine Auswahl klassischer Fahrtenbücher in Formularform. Hier finden Sie die moderne. aber auch in der Anschaffung teuerere elektronische Variante.


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1. Der private Anteil wird mit einem Fahrtenbuch ermittelt.
Dann ergeben sich folgende Aufzeichnungspflichten im Fahrtenbuch:
Das Fahrtenbuch muss fortlaufend zeitnah in geschlossener (gebundener oder elektronisch gleichwertig manipulationssicherer) Form geführt werden. Die Anlage einer Excel-Datei reicht nicht, weil die Einträge nachträglich verändert werden können. Für dienstliche Fahrten sind mindestens die folgenden Angaben notwendig:
a) Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Auswärtstätigkeit (Geschäftsreise, Einsatzwechseltätigkeit, Fahrtätigkeit),
b) Reiseziel und Reiseroute
c) Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner
Für Privatfahrten genügen jeweils Kilometerangaben; für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte genügt jeweils ein kurzer Vermerk im Fahrtenbuch.
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2. Pauschale Ermittlung des Privatverbrauches mit der 1%-Regel:
1 % des inländischen Bruttolistenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zzgl. der Kosten für Sonderausstattung je Kalendermonat
Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zusätzlich: 0,03 % des Bruttolistenpreises (s.o.) x Entfernungskilometer abzüglich 0,30 Euro x Entfernungskilometer
Doppelte Haushaltsführung zusätzlich: 0,002 % des Bruttolistenpreises x Entfernungskilometer abzüglich 0,30 Euro x Entfernungskilometer
pkw_1prozentmethode_unternehme.pdf
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3. Der Teilwertansatz
Wird ein PKW über 10%, jedoch weniger als 50% betrieblich genutzt, kann der PKW zum Betriebsvermögen gehören (sogenanntes gewillkürtes Betriebsvermögen).
In diesem Falle kommt der Teilwertansatz zur Anwendung.
pkw_teilwertansatz_unternehmer.pdf
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